Das antike Rom · Foren · Archeopark · Domus Aurea · Thermen

Das antike Rom: rund um den Palatin soll Romulus vor fast 2.800 Jahren die Stadt Rom gegründet haben. Der Gründungstag Roms wird am 21. April gefeiert. Für mehr als ein Jahrtausend schlug das Herz Roms im Gebiet des Forum Romanum und der Kaiserforen.

Im Gebiet des Archeoparks des Kolosseums finden sich die Spuren des römischen Reiches von den Ursprüngen bis zu seinem Niedergang. In diesem Gebiet, das nach dem Niedergang des römischen Reichs sich selbst überlassen wurde und in dem Schafe grasten und Artischocken angebaut wurden, können Sie die Spuren der Antike finden und bis zu 2.800 Jahre in die Vergangenheit zurückblicken.

Spazieren Sie über die heilige Straße, die „Via Sacra“, im Archeopark, und besichtigen Sie die Überreste der Kirchen und Paläste in diesem Gebiet. Besuchen Sie Neros Palast, das goldene Haus, die „Domus Aurea“. Nach Neros Tod wurde er zugeschüttet und auf seinem Gebiet wurde das Kolosseum errichtet. Lassen Sie sich beeindrucken von den Sportanlagen in den Thermen des Caracalla und besuchen Sie die antiken römischen Häuser auf dem Caelius Hügel.

Schon zur Zeit von Augustus, vor rund 2.000 Jahren, war Rom eine Millionenstadt. Im gesamten Stadtgebiet von Rom finden sich archäologische Relikte aus dieser Zeit. Das Marsfeld, in dem sich heute das Stadtzentrum befindet, war damals das Gebiet für Sport, Kultur und Freizeit.

Antikes Rom · Forum Romanum und Palatin

Antikes Rom Kolosseum Panorama
Blick vom Palatin auf das Kolosseum

Der Palatin ist einer der sieben Hügel Roms und der älteste, seit dem 10. Jahrhundert v. Chr. besiedelte Teil Roms. Die Legende erzählt, dass Romulus hier seine Stadt gegründet hat. Im Norden schließt sich das Forum Romanum an. Nachdem zum Ende des 7. Jahrhunderts vor Chr. das Sumpfgebiet trocken gelegt wurde, wurde es für mehr als 1.000 Jahre zum Zentrum des römischen öffentlichen Lebens.

Im Süden des Palatins kann man von den Ruinen des Kaiserpalasts – Domus Augustana – auf den Circus Maximus blicken.

 

Antikes Rom Blick vom Palatin
Blick vom Palatin auf das Forum Romanum

Im Forum Romanum befanden sich Tempel und öffentliche Gebäude. Hier befindet sich unter anderem der Venustempel, der Tempel der Vesta und das Haus der Vestalinnen.

Zu dem Gebiet gibt es zwei Eingänge, einen auf der Mitte der Via dei Fori Imperiali zwischen Kapitolshügel und Kolosseum, den anderen auf der Via di San Gregorio, die vom Kolosseum zum Circus Maximus – und weiter zur Pyramide führt. Dort kann man die Reste des Aquädukts des Claudius sehen, das aus 68 km Entfernung aus dem Tal des Aniene 2 Kubikmeter Wasser pro Sekunde im Stadtgebiet von Rom verteilte.

 

Antikes Rom · Die Kaiserforen

Antikes Rom Blick vom Kapitol
Blick vom Kapitol auf das Forum Romanum

Die Kaiserforen gehören leider nicht zum Archeopark und sie sind nicht immer zugänglich. Die Kaiserforen bestehen aus Marktplätzen und Verwaltungsgebäuden, die von den römischen Kaisern zwischen 46 v. Chr. und 113 n. Chr. erbaut wurden.

In den 1930iger Jahren wurde von Mussolini die Via dei Fori Imperiali quer durch die Kaiserforen gebaut, zwischen Kolosseum und Piazza Venezia, und im Jahr 1932 eröffnet. Auf dieser Straße zelebrierte er seine Paraden, vom Balkon des Palazzo Venezia hielt er seine Reden.

Die Straße ist heute verkehrsberuhigt und ist sonntags Fußgängerzone.

Das älteste Forum aus dem Jahr 46 v. Chr. ist Cäsars Forum. Es ist eine Erweiterung des Forum Romanum und liegt, von der Piazza Venezia kommend, rechts unter dem Hügel des Kapitols. Auf der linken Seite liegen die Foren des Trajan, des Domitian und des Augustus. Das Forum des Augustus aus dem 2. Jahr v. Chr liegt dem Kolosseum am nächsten, vor der Kreuzung mit der Via Cavour. In Richtung Piazza Venezia schließt sich der Friedenstempel an, der unter Kaiser Vespasian im Jahr 75 errichtet wurde und das Nerva-Forum von Kaiser Domitian aus dem Jahr 98. In den Jahren 112 und 113 errichtete Kaiser Trajan das nach ihm benannte Forum und die Trajanischen Märkte.

Von Piazza Venezia aus gesehen liegen die Märkte des Trajans und das Forum des Trajans auf der linken Seite der Via dei Fori Imperiali. Im Forum befindet sich die Säule des Trajans, auf der die Geschichte der Dakerkriege dargestellt ist. Links vom Forum aus kommen Sie über die Via Magnanapoli zum städtischen Museum der Märkte des Trajan.

Dem Forum des Trajans schließen sich die älteren Foren des Augustus und des Nerva an.

Nach der Kreuzung mit Via Cavour befindet sich rechts der Eingang zum Archeopark des Forum Romanum und des Palatins.

Antikes Rom · Das Kapitol

Kapitol Aufstieg von Piazza Venezia
Aufstieg zum Kapitol

Das Kapitol grenzt im Nordwesten an das archäologische Gebiet von Kolosseum, Forum Romanum, Palatin. Der Hügel  wurde erst ab dem 6. Jahrhundert v. Chr. besiedelt.

Eine schöne Geschichte ist die Sage, dass das Schnattern der Gänse im Jahr 387 v. Chr. die Römer weckte und so vor einem nächtlichen Angriff der Gallier rettete.

Theater des Marcellus und Synagoge
Blick von Piazza Caffarelli auf das Theater des Marcellus und die Synagoge

Auf dem Hügel befinden sich der Senatorenpalast der Gemeinde  Rom und die Kapitolinischen Museen. Vom Kapitol hat man zum Süden einen schönen Blick auf Kolosseum, Forum Romanum, Palatin, im Westen, am Piazzale Caffarelli und über dem darüberliegenden Caffè, kann man eine schöne Aussicht über das Rom der Renaissance genießen.

Antikes Rom · Die Domus Aurea

Die Domus Aurea liegt oberhalb des archäologischen Gebiets von Kolosseum, Kaiserforen, Palatin im Untergrund des Oppius-Hügels.

Kaiser Nero hat seinen goldenen Palast nach dem Brand Roms im Jahr 64 n. Chr. auf einem Gelände von rund 80 ha errichtet. Reste wurden im 18. Jahrhundert im Untergrund des Colle Oppio wiederentdeckt. Sie werden derzeit restauriert.

Nach dem Tod des verhassten Kaisers Nero wurde der Palast zugeschüttet und es wurden Thermen darauf errichtet. Der Rest des Areals wurde anderen Zweckbestimmungen zugeführt. So befand sich zum Beispiel auf dem Areal des Kolosseums zuvor ein künstlicher See, der zum Palast Neros gehörte. Die Restaurierungsarbeiten der Domus Aurea können an den Wochenenden besichtigt werden.


Im Jahr 2015 wurde auf dem Colle Oppio, zur Freude der deutschen evangelischen Gemeinde in Rom, ein Platz dem Reformator Martin Luther gewidmet.

Vom Colle Oppio weitergehend kommt man in nördlicher Richtung zur Basilika Santa Maria Maggiore und weiter zum Bahnhof Termini.

Antikes Rom · Via di S. Giovanni in Laterano

Vom Kolosseum geht die Via di San Giovanni in Laterano ab. Vorbei an den Ausgrabungen einer Gladiatorenschule und an der Basilika der Dominikaner San Clemente führt diese kleine gemütliche Straße mit netten Bars, Restaurants und Geschäften zur Basilika San Giovanni sowie der Heiligen Treppe und weiter zur Via Appia Nuova.

 

Antikes Rom · Circus Maximus

Vom Kolosseum aus, ausgehend vom Konstantinsbogen, kommt man, der Via di San Gregorio folgend, zum Circus Maximus. An dieser Straße befindet sich der zweite Eingang zum archäologischen Gebiet des Palatins und der Kaiserforen. Wenn man auf der Straße weitergeht, kommt man an den Ruinen des Aquädukts des Claudius vorbei, das das Gebiet mit Wasser versorgte. Auf der linken Seite sieht man den Caelius, einen der sieben Hügel Roms.

Antikes Rom Panorama Circus Maximus
Blick vom Kaiserpalast auf den Circus Maximus

Der Circus Maximus war einst die größte Pferderennbahn Roms. Im Tal zwischen Aventin und Palatin gelegen gab es hier die ersten Veranstaltungen im 6. Jahrhundert v. Chr. und im 4. Jahrhundert v. Chr. wurden die ersten festen Anlagen errichtet. Julius Cäsar ließ ab 46 v. Chr. die ersten gemauerten Anlagen errichten.

Heute wird der Circus für Feste, Veranstaltungen und Open Air Konzerte genutzt.

Antikes Rom · Die Thermen des Caracalla

Antikes Rom In den Thermen des Caracalla
In den Thermen des Caracalla

Vom Circus Maximus kann man nach Süden in Richtung Via Appia Antica gehen und findet dabei auf der rechten Seite die Thermen des Caracalla. In knapp dreißigjähriger Bauzeit im 3. Jahrhundert n. Chr. errichtet zählen sie zu den größten Bade- und Sportanlagen des antiken Roms. Der Betrieb der Thermen mit ihrem enormen Bedarf an Wasser und Heizmaterial war eine logistische Meisterleistung.


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