Vatikanstadt in 3 Stunden · Was Sie wissen müssen

Der Vatikanstaat gehört zu den wichtigsten Attraktionen für Pilger und Rom­besucher. Die Museen und den Petersdom in drei Stunden zu besuchen, ist eine logistische Herausforderung. Lesen Sie, wie es Ihnen gelingen kann und was Sie beachten müssen, um nicht am Eingang abgewiesen zu werden.

Die Vatikanstadt ist ein eigener Staat. Wenn Sie den Petersplatz oder die Vatikanischen Museen betreten, wechseln Sie über die Staatsgrenze von Italien zum Vatikanstaat. Öffentlich zugänglich sind die Vatikanischen Museen sowie der Petersdom mit Schatzkammer, Kuppel und Grotten. In 3 Stunden können Sie einen guten Teil der Vatikanischen Museen und den Petersdom besichtigen.

Nur mit Führung zugänglich sind die Vatikanischen Gärten und die Nekropole unter der Petersbasilika. Insbesondere die Führung durch die Nekropole muss rechtzeitig reserviert werden und ist schnell ausgebucht.

Besondere Regeln gelten für den Zugang zur Apotheke und zum Hauptpostamt des Vatikan sowie für den Campo Santo Teutonico.

Öffnungszeiten Vatikanstadt

Der Petersplatz öffnet um 6:30, der Petersdom um 7, die Kuppel um 8. Petersdom und Kuppel sind während Papstmessen geschlossen und am Mittwochvormittag, wenn die Papstaudienz auf dem Petersplatz stattfindet.

Der Petersplatz schließt um 23:00, der Petersdom im Sommer um 19 und im Winter um 18:30.

Mehr Details finden Sie in unseren Artikeln zu den Öffnungszeiten des Petersdoms und zu den Vatikanischen Museen. Die Öffnungszeiten der Vatikanischen Museen finden Sie in unserer Monatsübersicht.

Den Besuch organisieren

Viele Besucher fragen uns, ob sie zuerst die Vatikanischen Museen oder den Petersdom besuchen sollten. Das hängt davon ab, wann Sie den Petersdom besuchen wollen. Während Sie für die Vatikanischen Museen eine reservierte Eingangszeit haben, müssen Sie beim Petersdom bei der Sicherheitskontrolle anstehen, wenn Sie keinen Audioguide oder keine Führung gebucht haben. Das kann tagsüber ziemlich lange dauern, während es am frühen Morgen und am späteren Nachmittag kaum Wartezeiten gibt.

Wenn Sie also spätestens um 8 Uhr beim Petersdom sein können, besuchen Sie den Petersdom zuerst und anschließend die Vatikanischen Museen, am Nachmittag machen Sie es besser umgekehrt.

Dreistündige Führungen

Wenn Sie nur wenig Zeit zur Verfügung haben, ist die Antwort klar: Sie sollten eine Führung buchen, mit der Sie direkt von den Vatikanischen Museen und der Sixtinischen Kapelle zum Petersdom durchgehen. Diesen Durchgang dürfen Sie nur mit geführten Gruppen nehmen. Mit diesem Durchgang sparen Sie mehrere Kilometer Fußweg. Ansonsten müssen Sie von der Sixtinischen Kapelle zurück zum Ausgang der Vatikanischen Museen und dann um den Komplex herum zum Petersdom. Dort müssten Sie erneut bei der Sicherheitskontrolle anstehen. Die Führungen dauern 3 Stunden. Ohne den direkten Durchgang dauert es mindestens zwei Stunden länger.

Die Führungen mit Durchgang zum Petersdom gibt es, wenn die Vatikanischen Museen und der Petersdom gleichzeitig geöffnet sind. Das ist in der Regel Montag bis Samstag, aber nicht am Mittwochvormittag und nicht während Papstmessen. Derzeit ist der Durchgang wegen Corona geschlossen.

Besuch der Vatikanischen Museen

Die Vatikanischen Museen gehören zu den größten und interessantesten Museen der Welt. Hier könnte man viele Tage verbringen. Mit einer Führung bekommen Sie in zwei bis drei Stunden einen Überblick über die wichtigsten Stücke der Sammlung.

Die Vatikanischen Museen sind immer sehr stark besucht und während der normalen Öffnungszeiten schieben sich sehr viele Besucher durch Säle und Gänge. Das können Sie vermeiden, wenn Sie eine Führung mit frühem Eintritt buchen. Während die großen Besuchermassen heranstürmen, verschwinden Sie durch den Durchgang von der Sixtinischen Kapelle in den Petersdom.

Besuch des Petersdoms

Vatikanstadt in 3 Stunden Petersdom

Der Eintritt zum Petersdom ist kostenlos. Wenn Sie nicht den Durchgang von der Sixtinischen Kapelle zum Petersdom nutzen, müssen Sie die Sicherheitskontrolle beim Petersplatz passieren. Leider gibt es fast immer eine Warteschlange. Manchmal geht sie um den halben Platz und Sie müssen mehr als eine Stunde anstehen. Wenn Sie viel Geld für Reise und Hotel bezahlt haben, ist es schade um Ihre wertvolle Zeit.

Die Warteschlange am Petersdom können Sie auf zwei Arten vermeiden:

  1. Zwischen 7 und 8 Uhr gibt es fast keine Schlange und Sie kommen schnell in den Petersdom rein. Die Grotten sind allerdings zumeist erst später zugänglich, da Messen in den Grotten gefeiert werden.
  2. Sie buchen eine Führung im Internet, entweder mit Audioguide oder mit persönlichem Führer. In diesem Fall gehen Sie in der linken Kolonnade des Bernini am Postamt vorbei zu den Mitarbeitern von Vox Mundi, dem offiziellen Besucherservice von St. Peter, die Ihre Führung organisieren und Sie direkt zur Sicherheitskontrolle durchgelassen.

Sie stehen schon in der Schlange? Sie können sich das Ticket für den Audioguide oder die Führung direkt aufs Mobiltelefon schicken lassen. Vorsicht vor fliegenden Händlern! Sie können nicht sicher sein, was Ihnen da angedreht wird.

Besuch der Grotten

Obwohl es für die Grotten offizielle Öffnungszeiten gibt, braucht man etwas Glück, um die Grotten besichtigen zu können. Der Name Grotten ist übrigens etwas irreführend. Die Grotten sind der Boden der ersten Petersbasilika, die von Kaiser Konstantin im 4. Jahrhundert erbaut wurde. Die Grotten entstanden dadurch, dass die neue Petersbasilika erhöht gebaut wurde. Die Grotten bestehen aus einer dreischiffigen Kirche sowie Nischen, Gängen und Kapellen. Viele Päpste, Könige und Königinnen sind hier bestattet, um dem Grab des heiligen Petrus nahe zu sein.

Die Grotten sind neu renoviert und es ist, außer dem Grab des Petrus und einigen Papstgräbern, nicht viel zu sehen. Das Fotografieren ist in den Grotten verboten. Für die Besichtigung der Grotten brauchen Sie nicht mehr als 15 Minuten.

Am Ausgang der Grotten befindet sich die Kasse für den Zugang zur Kuppel des Petersdoms.

Wenn Sie mehr über die Grotten erfahren wollen, lesen Sie Geschichte und Beschreibung der Petersbasilika

Besuch der Kuppel des Petersdoms

Für den Besuch der Kuppel befindet sich die Kasse neben dem Ausgang der Grotten, oberhalb des Besucherzentrums auf der rechten Seite des Petersdoms. Mit dem Aufzug kommen Sie bequem aufs Dach des Petersdoms, ansonsten können Sie auch die Treppe nehmen. Vom Dach haben Sie einen schönen Blick auf Rom. In der Kuppel gibt es einen Umgang, von dem aus Sie in die Basilika und auf den Papstaltar heruntersehen können.

Für den Aufstieg zur Laterne windet sich in der Kuppel eine Treppe nach oben und von oben geht es auf einem anderen Weg nach unten. Umkehren können Sie nicht und wenn Sie unter Platzangst leiden, sollten Sie auf den Aufstieg verzichten. Von oben haben Sie einen spektakulären Blick über die Stadt Rom und den Vatikan.

Petersdom Kuppel Preis: mit Aufzug 10 €, ohne Aufzug 8 €

Vatikanstadt Kleidung und Schuhe

Bitte beachten Sie die Kleiderordnung für die Vatikanstadt. Sie gilt für alle sakralen Stätten der katholischen Kirche in Rom. Dazu gehören die Vatikanischen Museen, alle Basiliken und Kirchen und die Katakomben.

Die Kleiderordnung sieht salonfähige Kleidung vor. Das bedeutet, dass Schultern und Knie bedeckt sein müssen. Das gilt für Männer, Frauen und Kinder. Wenn Sie ein schulterfreies Kleid oder ein Shirt tragen, sollten Sie ein leichtes Schultertuch dabei haben. Ganz egal ob Rock oder Hose, sie müssen über das Knie reichen.

Bezüglich der Schuhe sind keine spezifischen Regeln veröffentlicht. Wenn Sie nicht mit einer Folkloregruppe unterwegs sind, werden Sie mit Strandsandalen oder Clogs nicht in die Vatikanischen Museen und in den Petersdom hineinkommen aufgrund der Geräuschentwicklung. Auch wenn Sie barfuß unterwegs sind, werden Sie abgewiesen. Obwohl, auch Jesus ging barfuß. Sie können es mit einem Bibelzitat versuchen, zum Beispiel Lukas 10,4 oder Exodus 3,5.

Lukas 10,4 „Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemanden auf dem Weg!“

Exodus 3,5 „Der Herr sagte: Komm nicht näher heran! Leg deine Schuhe ab; denn der Ort, wo du stehst, ist heiliger Boden.“

Für Ihren Besuch in Rom sollten Sie aber auf jeden Fall festes bequemes Schuhwerk tragen, da Sie viele Kilometer unterwegs sein werden und die vielen Wege und Straßen mit Steinpflaster zumeist sehr uneben und löchrig sind. Aus dem selben Grund sollten Sie auch auf hohe Absätze verzichten.

Besuch der Engelsburg

Für die Engelsburg können Sie den bevorzugten Einlass ohne Wartezeit buchen. In der Engelsburg geht der Anstieg über mehrere Ebenen und ist für alle problemlos möglich. Personen mit Behinderung können den Aufzug nehmen bis zur mittleren Ebene.

Essen beim Vatikan

Im Borgo zwischen Vatikan und Engelsburg gibt es viele nette Restaurants, Street food und einen McDonald’s. Im Borgo lebten früher die Bediensteten des Vatikans. Er befindet sich hinter der Mauer, auf der der “Passetto” verläuft, der Fluchtweg der Päpste zwischen Vatikan und der Engelsburg.

Der McDonald’s befindet sich beim Borgo Pio, Sie vom Petersplatz zum Piazza Risorgimento gehen, bei der Ampel rechts Tripadvisor logo. Zwei Querstraßen weiter, in der Via delle Grazie, befindet sich Alice Pizza mit einem Straßenverkauf von Pizza vom Blech Tripadvisor logo.

Ein ausgezeichnetes Fischrestaurant für ein ausgiebiges elegantes Essen finden Sie in der Via del Falco 19, Da Benito e Gilberto Tripadvisor logo.

Wenn Sie bei der Engelsburg sind, können Sie die Engelsbrücke überqueren. Geradeaus geht es weiter zum Campo de’ Fiori, halblinks, durch die Via di Panico kommen Sie zur Piazza Navona. Schon an der nächsten Kreuzung finden Sie nette Bars, die belegte Broten und kleine Speisen anbieten. In der Umgebung gibt es viele nette Bars und Restaurants, sowohl halblinks in der Via dei Coronari als auch durch verwinkelte Gassen zur Via del Governo Vecchio. In der Via dei Coronari ist auch eine der besten Eisdielen Roms, die “Gelateria del Teatro” Tripadvisor logo, in der nächsten Straße rechts, Via della Vetrina, bekommen Sie bei “Solo Pasta” eine Auswahl frischer hausgemachter Pasta für weniger als 10 Euro Tripadvisor logo. Solo Pasta ist am Mittag bis zum späten Nachmittag geöffnet und am Sonntag geschlossen.

Nach dem Besuch der Vatikanstadt

Nach dem Besuch der Museen und des Petersdoms haben Sie schon einige Kilometer hinter sich. Vielleicht möchten Sie sich etwas ausruhen auf einer Fahrt mit einem Hop on hop off Bus oder in einer der netten Bars auf dem Weg zur Piazza Navona.

Falls Sie noch voller Energie sind, machen Sie sich auf den Weg ins Zentrum, zum Kolosseum, zur Basilika St. Paul oder zu den Katakomben.

Um vom Vatikan zur Piazza Navona zu gelangen, gehen Sie über die Engelsbrücke und dann durch die Via dei Coronari.

Zum Kolosseum und zum Caelius Hügel nehmen Sie den Bus 81 ab Piazza del Risorgimento oder einen der Busse bis Piazza Venezia.

Für die Basilika St. Paul nehmen Sie Bus 23 ab Piazza del Risorgimento oder beim Ospedale Santo Spirito. Für die Katakomben fahren Sie mit der Metro A bis San Giovanni und von dort den Bus 218 oder Sie nehmen den Bus 118 beim Forum des Trajan bei Piazza Venezia.

Andere Vorschläge für den Vormittag in Rom

Hier finden Sie einige andere Vorschläge, was Sie am Vormittag in Rom unternehmen können.

Wie Sie zur Vatikanstadt kommen

Der Vatikan ist gut vernetzt. Die Buslinie 64 ist die beste für den Petersdom. Bus 23 fährt zur Pyramide und zur Basilika St. Paul, die Busse 62 und 492 fahren durchs Zentrum bis zum Bahnhof Tiburtina und der Bus 81 fährt ins Zentrum, zum Kolosseum und der Basilika St. Johann.

Die Straßenbahnen in Rom sind sehr langsam. Die Linie 19 fährt von Piazza Risorgimento zum Zoo und weiter durch das Quartier Parioli. Die Metrostationen Ottaviano und Cipro sind gut für die Vatikanischen Museen. Allerdings ist die Metro oft überfüllt.

Die Bahn ist ein schnelles Transportmittel. Zwischen den Bahnhöfen Ostiense, Trastevere und San Pietro sind die Fahrtzeiten unschlagbar und es fahren mehrere Züge pro Stunde.

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