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Der Petersplatz in Rom ist ein Meisterwerk der Architektur. Gian Lorenzo Bernini entwarf den Platz zwischen 1657 und 1667 als ovales Ensemble mit zwei Kolonnaden aus 284 Säulen und 88 Pfeilern aus Travertin, bekrönt von 140 Heiligenfiguren. Die Gesamtfläche beträgt rund 47.600 m², der Platz fasst bis zu 60.000 Besucher — bei Großereignissen entlang der Via della Conciliazione bis zu 300.000 Pilger. Im Zentrum steht ein rund 4.000 Jahre alter ägyptischer Obelisk aus Heliopolis, der 1586 hierher versetzt wurde. Der Eintritt ist kostenlos, der Platz ist täglich von 6:30 bis 22 Uhr geöffnet.
Praktische Tipps
Petersplatz Öffnungszeiten: 6:30 – 22 Uhr, während der Weihnachtszeit bis 24 Uhr
Sicherheitskontrolle: Der Petersplatz ist zumeist ohne Sicherheitskontrolle zugänglich. Nur für die Generalaudienzen am Mittwochvormittag, zum Gebet des Papstes am Sonntagmittag sowie bei Messen auf dem Platz gibt es eine Sicherheitskontrolle. Verboten sind Glasflaschen, Dosen, Messer, Schraubenzieher und Scheren. Bei Messen und Generalaudienzen sind auch Getränke in Plastikflaschen verboten.
Führungen: Wir empfehlen die Petersdom Führung der deutschen Römerin inklusive dem von Karl dem Großen gegründeten Friedhof Campo Santo Teutonico. Weitere Informationen finden Sie im Tourenkalender der deutschen Römerin.
Vatikan-Postamt: Wer freut sich nicht über einen Brief oder eine Postkarte aus dem Vatikan. Die beeindruckenden Briefmarken sind ein beliebtes Sammelobjekt. Ein Postamt befindet sich auf der rechten Seite zwischen der Kolonnade und der Leoninischen Mauer, über die der Passetto zur Engelsburg führt. Ein weiteres mobiles Postamt befindet sich normalerweise auf der linken Seite des Platzes. Briefmarken sind auch im Souvenirladen links vom Petersdom erhältlich.
Anfahrt:
| Linie | Haltestelle | Entfernung |
| Tram 19, Bus 32, 81 | Risorgimento/S. Pietro – Crescenzio | 550 m |
| Bus 34, 46, 62, 64, 98, 881, 916 | Cavalleggeri/S. Pietro | 600 m |
| Bus 23, 34, 40, 46, 62, 64, 98, 115, 280, 870, 881, 916 | Lungotevere Sassia/ Santo Spirito | 800 m |
| Metro A | Ottaviano | 1.000 m |
| Zug | San Pietro | 1.200 m |
Toiletten: Toiletten gibt es hinter der rechten Kolonnade, im Besucherzentrum rechts neben dem Petersdom und beim Souvenirladen auf der linken Seite des Platzes
Geschichte des Petersplatzes
Kaiser Konstantin, der das Christentum zur Staatsreligion erhob und die ersten Basiliken errichten ließ, begann zwischen 319 und 326 mit dem Bau der ersten Petersbasilika auf dem Gräberfeld des Vatikanhügels an der Stelle, wo das Grab des heiligen Petrus vermutet wird. Um dort bauen zu können, ließ er den Hügel mit den Gräbern einebnen.
Der Platz vor der Basilika blieb leer und erst im 5. Jahrhundert wurde ein Brunnen errichtet. Weitere Bauwerke aus dieser Zeit sind allerdings nicht überliefert.

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Im 15. Jahrhundert beauftragte Papst Pius II. die Errichtung einer Marmortreppe und einer Loge der Segnungen. Anlässlich des Jubiläums im Jahr 1500 ließ Papst Alexander VI. die Via Alessandrina erbauen, die von der Engelsbrücke zum Apostolischen Palast führte. Die Spina di Borgo entstand mit Geschäften und Unterkünften und verdeckte den Blick auf den Petersdom. Zwischen Basilika und Borgo befand sich ein rechteckiges Feld mit einem Gefälle von etwa 10 Metern.
Im Jahr 1505 begann man mit dem Bau der neuen Petersbasilika, die nach einer wechselvollen Geschichte im Jahr 1626 eingeweiht wurde. Geschichte der Petersbasilika
Nach der Fertigstellung der Basilika wandte man sich der Gestaltung des Vorplatzes zu. Die Fabbrica di San Pietro erhoffte sich durch die Vermietung bzw. den Verkauf von Wohnungen und Geschäften mit Blick auf den Platz hohe Einnahmen. Bernini wurde beauftragt, einen trapezförmigen Platz mit Laubengängen und Geschäften zu entwerfen.
Papst Alexander VII. intervenierte jedoch und setzte 1657 Berninis alternatives Projekt mit einem freistehenden Säulengang durch. Dieses Meisterwerk der Barockarchitektur prägt das Bild des Petersplatzes bis heute.
Das Projekt von Gian Lorenzo Bernini
Gian Lorenzo Bernini, der geniale italienische Architekt und Bildhauer, stand vor einer großen Herausforderung, als er mit der Gestaltung des Petersplatzes beauftragt wurde. Der Platz sollte nicht nur den majestätischen Petersdom umrahmen, sondern auch verschiedene Probleme lösen, die sich aus der Topographie und der vorhandenen Bebauung ergaben.
Herausforderungen:

- Unterschiedliche Ausrichtungen: Der Borgo, das mittelalterliche Viertel um den Petersdom, war an der Via Alessandrina und dem Apostolischen Palast ausgerichtet, während der neue Petersdom mit dem Obelisken eine neue Achse bildete.
- Proportionen und Höhe: Die Fassade des Petersdoms war im Verhältnis zu ihrer Höhe zu breit, und Versuche, Türme zu errichten, waren gescheitert. Der neue Dom lag zudem 3,2 Meter höher als die alte Basilika, was zu einem zusätzlichen Gefälle von 3 Metern führte.
- Die Position des Obelisken: Der Obelisk befindet sich an einer tieferen Stelle des Platzes und seine Position konnte nicht verändert werden.
Berninis Lösung:
- Ovale Form: Bernini entschied sich für eine ovale Form des Platzes, die die topographischen Probleme besser bewältigt als ein eckiger Platz. Bernini begründete das Oval damit, dass „die Peterskirche gleichsam als Mutterkirche aller anderen einen Portikus haben muss, der klar die mütterliche Aufnahme mit offenen Armen demonstriert, die Katholiken, um sie im Glauben zu bestätigen, die Häretiker, um sie in der Kirche zu vereinen und die Ungläubigen, um sie zum wahren Glauben zu erleuchten.“
- Kolonnaden: Die beiden Kolonnaden, die den Platz einrahmen, verstärken die imposante Szenerie. Außerdem boten sie den Pilgern Schutz und Ruhe. Ursprünglich sollte eine dritte Kolonnade den Platz nach vorne abschließen, so dass die Basilika erst beim Betreten des Platzes sichtbar wurde und die Pilger überraschte. Dieses Projekt wurde jedoch aus Kostengründen nicht realisiert.
- Die Sonne im Zentrum: Vielleicht hat sich Bernini auch von den Lehren Keplers inspirieren lassen. Öffentlich zu sagen, dass die Planeten um die Sonne kreisen, hätte ihm Probleme mit der Inquisition eingebracht. Aber die Tatsache, dass der Obelisk aus Heliopolis in der Mitte des Platzes steht und die beiden Brunnen sich wie Planeten um ihn zu drehen scheinen, deutet auf eine Anlehnung an Keplers heliozentrisches Weltbild hin.
Zahlen und Fakten zum Petersplatz

Der Petersplatz besteht aus zwei Teilen, und zwar aus dem trapezförmigen zum Petersdom ansteigenden Teil, der Piazza Retta, und dem von den Kolonnaden des Bernini umrahmten ovalen Teil.
- Gesamtfläche: ca. 47.600 m²
- Piazza Retta (vor dem Petersdom): 12.300 m²
- Ovaler Platz: 35.300 m²
- Maximale Breite: 240 m
- Maximale Tiefe: 340 m
- Ellipsenförmiger Platz: ca. 60.000 Besucher (Info von Vatikan News zum Ostersonntag ’24)
- Rekord: bis zu 300.000 Pilger (einschließlich Piazza Pio XII und Via di Conciliazione)
- Alter: ca. 4.000 Jahre
- Herkunft: Heliopolis, Ägypten
- Höhe: 25,31 m (mit Sockel und Kreuz: 40 m)
- Gewicht: 330 t (mit Sockel: 505 t)
- Alter des Brunnens vor der Basilika: seit dem 5. Jahrhundert
- Umbau: 1614 durch Carlo Maderno
- Versetzung des Brunnens: 1667 durch Gian Lorenzo Bernini
- Zweiter Brunnen (“Zwillingsbrunnen”): errichtet von Bernini auf der Südseite
- Wasserversorgung: Aqua Paola Aquädukt vom Braccianosee
- Recyclinganlage: eingebaut unter Papst Paul VI
- Fertigstellung: 1613 durch Carlo Maderno
- Breite: 118,6 m
- Höhe (ohne Statuen): 48 m
- Höhe der Statuen: 5,7 m
Der Petersplatz: Details und Symbolik
Der Petersplatz ist einer der wichtigsten Orte der Christenheit. Der imposante Platz mit seiner Kulisse aus Obelisken, Brunnen und Kolonnaden vor dem Hintergrund des Petersdoms strahlt mit seinen Zeichen und Geheimnissen eine einzigartige Atmosphäre aus, die von Geschichte, Glauben und Kunst geprägt ist.
Der Obelisk

Der Obelisk auf dem Petersplatz ist mehr als ein antikes Monument. Er symbolisiert den Sieg des Glaubens über das Heidentum und die Standhaftigkeit des heiligen Petrus.
Mit einer Höhe von 40 Metern ist er der zweithöchste Obelisk Roms und einzigartig, da er keine Hieroglyphen trägt.
Der Obelisk stand 18 Jahrhunderte lang in Heliopolis in Ägypten, bevor er im Jahr 37 n. Chr. im Auftrag des Kaisers Caligula auf einem mit Linsen gefüllten Schiff nach Rom gebracht und in seiner Rennbahn auf dem Vatikanhügel aufgestellt wurde.
Der Überlieferung nach wurde hier unter Kaiser Nero der Apostel Petrus hingerichtet und neben dem Circus begraben. An der Stelle des angeblichen Grabes wurde die Peterskirche errichtet, und der Obelisk stand damals unweit davon vor der Sakristei.
Papst Sixtus V. wollte den Obelisken als zentrales Element vor die Basilika stellen. Unter der Leitung des Architekten Carlo Fontana wurde er 1586 mit Hilfe von 907 Männern, 75 Pferden und 40 Seilwinden an seinen heutigen Platz versetzt.

Um den heidnischen Obelisken in ein christliches Monument zu verwandeln, wurde er mit Inschriften, einem Kreuz und den Wappenelementen von Papst Sixtus V. (Löwe, drei Berge, Stern) versehen. Später kam der gekrönte Adler aus dem Wappen von Papst Innozenz XIII. hinzu.
Da Bernini den Obelisken nicht mehr versetzen konnte, steht er an der tiefsten Stelle des Petersplatzes. Von dort aus ließ Bernini den Platz in Richtung Piazza Papa Pio XII. wieder ansteigen, damit die Kuppel über der Fassade des Petersdoms sichtbar bleibt.
Zeichen auf dem Platz

Windrose: 1821 wurde eine Windrose in das Pflaster rund um den Obelisken eingelassen. 16 Tafeln zeigen die Himmelsrichtungen an. Zu jeder Himmelsrichtung erfährt man den Namen des Windes, der aus dieser Richtung weht und dank der anschaulichen Bilder kann man sich sehr gut vorstellen, welche Auswirkungen diese Winde haben.

Neros Herz: Zwischen den Pflastersteinen rund um den Wind Libeccio liegt ein Stein, auf dem ein Herz oder ein Blatt zu sehen ist. Die Römer nennen ihn Il cuore di Nerone. Um diesen Stein ranken sich viele Legenden, die von unglücklicher Liebe erzählen. Ob es Michelangelo war, der den Stein formte, Bernini oder eine Frau, die ihren Geliebten verlor, werden wir wohl nie erfahren!

Tierkreiszeichen: Der Obelisk dient auch als Sonnenuhr. Dazu wurden Tafeln mit den Tierkreiszeichen in den Boden eingelassen. Der Schatten des Obelisken zur Mittagszeit – während der Sommerzeit um 13 Uhr – zeigt das aktuelle Sternzeichen an.

Angels Unawares: Das Werk zeigt 140 Flüchtlinge auf einem Floß, unter ihnen ein unbekannter Engel. Man kann erkennen, dass sie aus verschiedenen Epochen und Regionen der Welt stammen. Bei der Einweihung der sechs Meter langen Bronzestatue am Welttag der Migranten und Flüchtlinge 2019 erinnerte Papst Franziskus daran, dass niemand aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden dürfe. Der Name des Kunstwerks bezieht sich auf Hebräer 13,2 “Vergesst nicht, Gastfreundschaft zu üben! Denn ohne es zu wissen, haben manche auf diese Weise Engel bei sich aufgenommen.”
Berninis Meisterwerk: Die Kolonnaden des Petersplatzes

Bernini ist mit den Kolonnaden eine besondere Meisterleistung gelungen. Die Säulen eines Bogens sind alle auf ein Zentrum ausgerichtet, das durch eine Markierung im Boden “Centro del Colonnato” verdeutlicht wird. Steht man auf dieser Markierung, fluchten die Säulen so, dass die hinteren drei Säulen hinter der ersten Säule verschwinden. Der Durchmesser der Säulen nimmt dabei nach außen zu, um so die Proportionen zu wahren. Dass es Bernini gelang, diese eindrucksvollen Effekte trotz der Schwierigkeiten des Geländes mit seinem unterschiedlichen Gefälle zu realisieren, beweist seine besonderen Fähigkeiten.
Die Fassade des Petersdoms
Die Fassade des Petersdoms ist ein Werk von Carlo Maderno. Er war auch für den Bau des Langschiffs und der Vorhalle verantwortlich, die an den von Michelangelo entworfenen Zentralbau angefügt wurden. Um Michelangelos Kuppel nicht zu verdecken, musste die Fassade so niedrig wie möglich gehalten werden. Nach der Fertigstellung um 1612 beschloss man, rechts und links zwei Türme zu errichten. Die Türme konnten jedoch nicht fertiggestellt werden, da der Untergrund nachgab und die Bauarbeiten auf der Höhe der Fassade endeten.

Um die Proportionen zu wahren, sind die Säulen in Kolossalordnung ausgeführt und erstrecken sich über mehrere Stockwerke. Im unteren Stockwerk befinden sich fünf Durchlässe zum Portikus mit Bronzegittern, im oberen Stockwerk der Saal der Segnungen, die Aula delle Benedizioni, mit fünf Balkonen. Der mittlere Balkon ist die Loge der Segnungen, von der aus der Papst den Segen Urbi et Orbi spendet. Hier wird auch der neu gewählte Papst proklamiert.
Die Fassade ist mit 5,7 m hohen Statuen von Jesus, Johannes dem Täufer und elf Aposteln geschmückt. Petrus fehlt, da ihm die Basilika geweiht ist und seine Statue auf dem Petersplatz links vor der Basilika steht.
Die Uhren

Der Architekt und Goldschmied Giuseppe Valadier vollendete die unvollendeten Türme der Fassade mit zwei Uhren. Die Zifferblätter haben einen Durchmesser von 4 Metern. Die linke Uhr, “Oltremontano” genannt, zeigt die aktuelle Zeit an.
Die rechte Uhr ist eine Kuriosität. Sie wird “Italico” genannt und soll angeblich die italische Zeit anzeigen.

Die italische Uhr zeigt die Zeit eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang an, sie zeigt also XII eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang und wieder XII nach 12 Stunden. Der Vorteil dieser Methode ist, dass man die Zeit bis zum nächsten Sonnenuntergang abschätzen kann. Das war sehr wichtig, als es noch kein elektrisches Licht gab.
Wenn man nun die Uhr auf der rechten Seite liest und mit dem Sonnenuntergang rechnet, stellt man fest, dass die Uhr nicht die richtige Zeit anzeigt. Wir haben beim Vatikan nachgefragt und die Antwort erhalten, dass die Uhr die falsche Zeit anzeigt, damit der Teufel nicht rechtzeitig zur Messe kommt.
Die Piazza Retta

Die Piazza Retta ist der Teil des Petersplatzes, der trapezförmig zur Peterskirche hin ansteigt. Durch die ansteigende Trapezform entsteht eine optische Täuschung, die die Fassade näher und größer erscheinen lässt. Der Besucher steigt rechts zur Basilika hinauf und verlässt die Basilika links auf der Piazza Retta. Dazwischen liegt der erhöhte Vorplatz der Kirche, auf dem vor allem Papstmessen und die Generalaudienzen stattfinden. Zum Vorplatz führt ein fächerförmiger Aufgang mit 16 Stufen aus Granit und Travertin über 3 Ebenen, der auch von Reitern und Kutschen benutzt werden konnte.
Fazit
Der Petersplatz ist einer der wichtigsten Orte der Christenheit. Der imposante Platz mit seiner Kulisse aus Obelisken, Brunnen und Kolonnaden vor dem Hintergrund des Petersdoms strahlt mit seinen Zeichen und Geheimnissen eine einzigartige Atmosphäre aus, die von Geschichte, Glauben und Kunst geprägt ist.
Vielgestellte Fragen über den Petersplatz
Ist der Eintritt zum Petersplatz kostenlos?
Ja, der Eintritt zum Petersplatz ist kostenlos. Der Platz ist täglich von 6:30 bis 22 Uhr geöffnet, während der Weihnachtszeit bis 24 Uhr. Für den Besuch des Petersdoms oder der Kuppel gelten separate Regelungen.
Gibt es eine Sicherheitskontrolle am Petersplatz?
Nur bei bestimmten Veranstaltungen: bei der Generalaudienz am Mittwochvormittag, beim päpstlichen Gebet am Sonntagmittag und bei Messen auf dem Platz gibt es eine Sicherheitskontrolle. Verboten sind Glasflaschen, Dosen, Messer, Schraubenzieher und Scheren. Bei Messen und Generalaudienzen sind auch Getränke in Plastikflaschen verboten.
Wie kommt man zum Petersplatz?
Mit dem Bus halten die Linien 34, 46, 62, 64 und weitere an der Haltestelle Cavalleggeri/S. Pietro (ca. 600 m). Tram 19 und Bus 32, 81 halten an Risorgimento/S. Pietro (ca. 550 m). Die Metro A hält an der Station Ottaviano (ca. 1.000 m). Der Bahnhof San Pietro liegt ca. 1.200 m entfernt.
Was ist das Geheimnis der Kolonnaden des Bernini?
Stellt man sich auf die Markierung “Centro del Colonnato” im Pflaster des Petersplatzes, fluchten die Säulen so perfekt, dass die drei hinteren Säulen jedes Halbbogens hinter der vordersten verschwinden — aus vier Reihen wird optisch eine. Bernini steigerte dabei den Säulendurchmesser nach außen, um die Proportionen trotz des unebenen Geländes zu wahren.
Was hat es mit dem Obelisken auf dem Petersplatz auf sich?
Der Obelisk stammt aus Heliopolis in Ägypten und ist rund 4.000 Jahre alt. Er ist einzigartig, weil er keine Hieroglyphen trägt. Kaiser Caligula ließ ihn 37 n. Chr. nach Rom bringen. Papst Sixtus V. ließ ihn 1586 mit 907 Männern, 75 Pferden und 40 Seilwinden an seinen heutigen Platz versetzen. Er dient auch als Sonnenuhr: Tafeln mit den Tierkreiszeichen zeigen mittags das aktuelle Sternzeichen an.
Wo gibt es Toiletten am Petersplatz?
Toiletten befinden sich hinter der rechten Kolonnade, im Besucherzentrum rechts neben dem Petersdom sowie beim Souvenirladen auf der linken Seite des Platzes. Alle Anlagen sind tagsüber geöffnet und kostenlos zugänglich.
Was ist “Neros Herz” auf dem Petersplatz?
Zwischen den Pflastersteinen rund um den Libeccio-Windpunkt liegt ein Stein, auf dem ein Herz oder ein Blatt zu erkennen ist — von den Römern “Il cuore di Nerone” genannt. Um ihn ranken sich viele Legenden über unglückliche Liebe. Ob Michelangelo, Bernini oder eine unbekannte Frau den Stein formte, ist bis heute ungeklärt.
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Hallo zusammen, wir möchten unseren 31. Hochzeitstag am 30.5.2017 in Rom verbringen und um 7 Uhr am Petersdom sein.
Wir reisen von Flaminio Village Haltestelle Due Ponti an. Wann fährt die 1. U-Bahn damit wir um 7 Uhr am Petersplatz sind.
Müssen wir auch um diese frühe Uhrzeit mit Warteschlangen rechnen? Vielen Dank für Tipps.
Hallo Petra,
Due Ponti liegt an der Lokalbahnlinie von Viterbo nach Rom Piazzale Flaminio. Laut aktueller Auskunft der ATAC fährt der 1. Zug von Montebello um 5:55 Uhr ab und sollte nach rund 10 Minuten bei Due Ponti sein. Der nächste Zug sollte 20 Minuten später fahren, das wäre dann aber zu spät um um 7 Uhr am Petersplatz zu sein (Ihr könnt die Abfahrtszeiten im Flaminio Village noch mal prüfen). Ihr müsst dann bis zur Endstation Flaminio fahren und dort in die Metro A umsteigen in Richtung Battistini und an der 2. Haltestelle – Ottaviano – aussteigen. Von dort sind es 850m zu Fuß bis zum Petersplatz. Für die Fahrt genügt die Fahrkarte für den Stadtverkehr Zone AB. Mit dem Taxi würdet Ihr rund 20 Minuten brauchen und es würde 15-20 Euro kosten.
Um 7 Uhr findet Ihr keine Warteschlange am Petersdom.
Alles Gute für Euren Hochzeitstag!
Bernhard
Hallo Bernhard vielen lieben Dank für die schnelle informative Antwort.
Petra