Drei Tage in Rom · Papstbasiliken & Katakomben an einem halben Tag

Papstbasiliken & Katakomben sind Teil des sieben Kirchen Pilgerwegs. Für diese wenig bekannte Tour benötigen Sie ungefähr einen halben Tag. Hier erfahren Sie, wie Sie drei der vier Papstbasiliken in Rom an einem Nachmittag besichtigen können und einen Ausflug zu den Katakomben auf der Via Appia Antica machen können.

St. Paul · Weg zu den Katakomben · St. Johann · Santa Maria Maggiore

St. Paul, St. Johann und Santa Maria Maggiore schließen um 18:30, die Katakomben schließen um 17 Uhr. Diese Öffnungszeiten definieren den Zeitrahmen für die Tour.

Zeitmäßig könnte es ungefähr so aussehen: Sie beginnen um 13 Uhr mit der Besichtigung der Basilika St. Paul. Um 13:30 Uhr machen Sie sich zu Fuß auf den Weg zu den Katakomben, bei denen Sie gegen 14:30 eintreffen. Nach einer einstündigen Besichtigung machen Sie sich auf den Weg zur Bushaltestelle der Linie 218 auf der Via Ardeatina und treffen bei der Basilika St. Johann gegen 16:30 ein. Für die Besichtigung der Basilika, der Heiligen Treppe und des Baptisteriums haben sie eine Stunde Zeit und nehmen dann gegen 17:30 den Bus 714 Richtung Termini bis zur Basilika Santa Maria Maggiore. Wenn Sie es gemütlicher angehen lassen wollen, verschieben Sie die Besichtigung der Katakomben oder der Basilika Santa Maria Maggiore auf einen anderen Tag.

Der Weg entspricht dem Sieben Kirchen Pilgerweg. Für das Teilstück zwischen der Basilika St. Paul vor den Mauern und den Katakomben ist der Pilgerweg zu Fuß sehr schön – es sind rund 4 Kilometer – während man für den Rest der Strecke die öffentlichen Verkehrsmittel nehmen sollte.

Die vier Papstbasiliken in Rom sind St. Peter, St. Paul, St. Johann und Santa Maria Maggiore. Der Petersdom ist nicht Teil dieses Tourvorschlags. Lesen Sie dazu Vatikan Besichtigung.

Papstbasiliken & Katakomben · wie Sie nach St. Paul kommen

Leider fahren keine Hop on hop off Busse zur Basilika St. Paul vor den Mauern, aber sie ist gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Es gibt Busverbindungen und die Metro B Station San Paolo.

Vom Vatikan kommend nehmen Sie ganz einfach des Bus 23 entweder von der Haltestelle Piazza Risorgimento – zwischen Petersdom und der Metrostation Ottaviano – oder am Tiberufer rechts von der Via della Conciliazione beim Krankenhaus Santo Spirito.

Vom Kolosseum oder vom Testaccio kommend nimmt man die Metrolinie B.

Papstbasiliken & Katakomben · Die Basilika St. Paul

Basilika St. Paul vor den Mauern Hauptschiff
Basilika St. Paul Hauptschiff

Wie an vielen Orten vor den Stadtmauern befindet sich hier ein antiker Friedhof und der Apostel Paulus soll hier bestattet sein. Das Grab wurde umgehend zum Ziel der Verehrung und im 3. Jahrhundert entstand die erste Basilika.

Die aktuelle Basilika ist relativ jung. Sie stammt aus dem Jahr 1825, da ein Brand im Jahr 1823 fast alles zerstörte. Architektonisch reiht sie sich in die Bauart der ersten Basiliken ein. Hier kann man sich vorstellen, wie die erste von Kaiser Konstantin gebaute Petersbasilika aussah.

Heute ist St. Paul vor den Mauern nach dem Petersdom die zweitgrößte Basilika. Da sie nicht so stark besucht ist, ist ein Besuch sehr angenehm. Es gibt eine Sicherheitskontrolle wie am Petersdom, aber es gibt kaum Wartezeiten.

In der Basilika sind alle Päpste abgebildet. Am Ende der Basilika rechts befindet sich ein kleiner Kreuzgang, für dessen Besichtigung Eintritt zu bezahlen ist. Neben der Basilika befindet sich eine Zweigstelle des Kinderkrankenhauses Bambin Gesù. Während der Bauzeit wurden Ausgrabungen gesichert, die auf das Mittelalter datiert werden konnten. Für die Besichtigung der Ausgrabungen ist Eintritt zu bezahlen.

Dort befindet sich auch eine Cafeteria und ein Andenkenladen. Man kann dort Briefmarken der Vatikanpost kaufen und Briefe und Postkarten beim Briefkasten der Vatikanpost verschicken.

Papstbasiliken & Katakomben · Der Sieben Kirchen Pilgerweg

Bei der Basilika beginnt die „Via delle sette chiese“, ein Stück des traditionellen Sieben Kirchen Pilgerwegs. Zu Fuß sind es rund 4 Kilometer zu den Katakomben auf der Via Appia Antica. Bequemer ist es mit der Metro bis Circo Massimo und von dort mit dem Bus 118 zu den Katakomben. Am Sonntag fährt die Linie 118 allerdings sehr selten. Wenn man direkt nach St. Johann fahren will, nimmt man den Bus 792, der die Haltestelle auf der Rückseite der Basilika hat. Man kann natürlich auch die Metro bis Termini nehmen und dort in die Linie A nach San Giovanni umsteigen, da sieht man aber nichts von der Umgebung. Eine weitere Möglichkeit, nach St. Johann zu kommen, wäre die Fahrt mit der Metro bis zur Haltestelle Piramide und von dort mit der Tramlinie 3. Die Tram 3 fährt auf einer netten Strecke am Zircus Maximus und am Kolosseum vorbei.

Karte Rom Basiliken Sieben Kirchen Pilgerweg
City map Rome papal basilicas pilgrimage

Karte auf Google Maps>

Grün=Pilgerweg, Gelb=Bus 118 Hellblau=Bus 218 Dunkelblau=Bus 714

Den Verlauf des sieben Kirchen Pilgerwegs habe ich auf der Karte markiert. Wenn man aus der Basilika St. Paul herauskommt, muss man nach rechts und durch den Park gehen und sieht auf der anderen Straßenseite die spitzwinkelige Einmüdung einer ansteigenden Straße. Sie heißt Via delle Sette Chiese. Der Großteil dieser Straße ist verkehrsberuhigt. Die Straße führt direkt bis zu den Katakomben.

Auf der Strecke gibt es zwei gute Eisdielen, Gelato Baciato nach dem ersten Kreisverkehr auf der rechten Seite, die zweite, La Botega, nach der Kirche San Filippo Neri mit einem Park davor.

Nachdem man die zehnspurige Via Cristoforo Colombo überquert hat, ist es nicht mehr weit bis zu den Katakomben der Domitilla. Sie sind am Dienstag geschlossen. Dannach kommen die Katakomben des Calixtus. Sie sind am Mittwoch geschlossen. Zuletzt kommen die Katakomben des heiligen Sebastian, sie sind am Sonntag geschlossen.

 


Weitere Informationen zu den Katakomben

Papstbasiliken & Katakomben · St. Johann

Basilika St. Johann Apsis
Basilika St. Johann Apsis

Von den Katakomben nimmt man den Bus 218. Seine Endstation ist direkt vor der Basilika St. Johann. Die nächste Bushaltestelle bei den Katakomben ist auf der Via Ardeatina. Von den Katakomben des heiligen Sebastian und von den Katakomben des Calixtus kann man auch durch das Gelände der Katakomben hindurchgehen bis zur Haltestelle Quo Vadis, der Weg ist aber erheblich länger.

Die Basilika heißt San Giovanni in Laterano oder Lateranbasilika. Sie ist der älteste Sitz der Päpste in Rom. Die erste Basilika wurde im 4. Jahrhundert errichtet und liegt, im Gegensatz zu St. Peter und St. Paul, innerhalb der Stadtmauern.

Wie für alle Papstbasiliken in Rom ist der Eintritt zu St. Johann frei. Man muss am Eingang eine Sicherheitskontrolle durchlaufen wie beim Petersdom, aber es gibt nur selten Wartezeiten. Für die Basilika ist ein Audioguide verfügbar, der bei der Omnia Card inbegriffen ist. Wie in allen sakralen Orten in Rom ist die Kleiderordnung zu beachten, Schultern und Knie müssen bedeckt sein.

Dass die Basilika im Laufe der Jahrhunderte Veränderungen erlebt hat, ist auch an den Fassaden erkennbar. So stammt die Fassade des heutigen Haupteingang aus dem 18. Jahrhundert, während die nördliche Fassade an dem Platz mit dem Obelisken gegenüber der Via Merulana aus dem Mittelalter stammt. Rechts daneben befindet sich das achteckige Baptisterium aus dem 3. Jahrhundert, das möglicherweise das älteste Baptisterium der Christenheit ist.

Die heilige Treppe
Die heilige Treppe

Gegenüber der Basilika liegt übrigens die heilige Treppe, die Scala Santa, auf der Jesus in Jerusalem zu Pontius Pilatus geführt worden sein soll. Die Treppe wurde im 4. Jahrhundert nach Rom überführt. Die Scala Santa ist was für Frühaufsteher. Sie öffnet um 6 und ist bis 18:30 geöffnet mit einer Stunde Mittagspause. Man rutscht die 28 Stufen kniend und betend nach oben. Rechts neben der heiligen Treppe befindet sich eine zweite Treppe, auf der man normal rauf- und runtergehen kann.

Papstbasiliken & Katakomben · Santa Maria Maggiore

Santa Maria Maggiore Blick von Via Panisperna
Blick auf Santa Maria Maggiore von Via Panisperna

Vor dem Baptisterium von St. Johann ist die Haltestelle der Buslinie 714. In Richtung Termini hält der Bus bei der Basilika Santa Maria Maggiore.

Auch dort gibt es die übliche Sicherheitskontrolle und die Wartezeiten können hier etwas länger sein.

Die Basilika Santa Maria Maggiore stammt in den Anfängen aus dem 4. Jahrhundert und es heisst, die Madonna selbst sei dem Papst Liberius erschienen und habe den Ort für die Errichtung der Kirche empfohlen. Die Basilika hat im Lauf der Jahrhunderte zahlreiche Veränderungen erlebt.

Besonders eindrucksvoll ist der Blick auf die Basilika von der Via Panisperna aus, die im Quartier Monti oberhalb des Museums der Märkte des Trajans beginnt. In dieser Straße gibt es übrigens auch einige Restaurants, in denen man recht gut essen kann.

Die Basilika Santa Maria Maggiore hat eine sehr gute Verkehrsanbindung. Hier halten die Hop on hop off Busse. Die Via Cavour, die vor der Basilika verläuft, steigt in der einen Richtung zum nahegelegenen Hauptbahnhof Termini an. In der anderen Richtung durchschneidet Via Cavour das malerische Monti Viertel und führt zur Via dei Fori Imperiali.