Ein Nachmittag in Rom · Caelius und Oppius Hügel

Der Caelius heißt auf Italienisch Celio, der Oppius heißt Oppio. Meine Empfehlung für den Besuch von Celio und Oppio Hügel an einem Nachmittag

Basilika Giovanni und Paul · Villa Celimontana · Basilika Santo Stefano Rotondo · Basilika San Clemente · Basilika San Pietro in Vincoli

Celio und Oppio sind zwei der sieben Hügel Roms. Zwischen den beiden Hügeln führt die Via Labicana vom Kolosseum in östlicher Richtung. Manchmal liest man vom Opium-Hügel. Das ist aber eine falsche Übersetzung. Der Name wird auf einen Krieger zurückgeführt, der Rom im 6. Jh. vor Chr. verteidigte.

Leider sind die Öffnungszeiten der Basiliken etwas knapp. Sie öffnen am Nachmittag zwischen 15 und 15:30 und schließen zwischen 18 und 19 Uhr. Bei zwei Basiliken gibt es die Möglichkeit, Ausgrabungen zu besichtigen.

Ein Nachmittag in Rom · Der Celio

Der Celio wurde schon von Romulus ins Stadtgebiet einbezogen. Neben zahlreichen Basiliken gibt es auf dem Celio diverse Ausgrabungen, die teilweise besichtigt werden können. Der Hügel des Celio ist 51 Meter hoch.

Celio · Caelius · Clivo di Scauro · Römische Häuser
Clivo di Scauro bei den römischen Häusern unter der Basilika Hl. Johann und Paul

Für den Anstieg kann man vom Kolosseum die Via Claudia nehmen oder von der Via di San Gregorio die Salita di San Gregorio, die hinter den Gleisen der Tram verläuft.

Besonders suggestiv ist der Anstieg über die Salita di San Gregorio. Man kommt dort zu einem antiken Straßenstück mit dem Namen Clivo di Scauro, das an der Basilika Santi Giovanni e Paolo vorbeiführt.

Der Celio · Die Basilika der Heiligen Johann und Paul

Die Basilika der heiligen Johann und Paul ist eine beliebte Hochzeitskirche. Die Basilika stammt in ihren Anfängen aus dem 4. Jahrhundert. Unter der Basilika befinden sich römische Wohnungen und die Märtyrer Johann und Paul sollen dort gewohnt haben. Die Basilika öffnet am Nachmittag um 15:30, Die römischen Häuser des Celio unterhalb der Basilika, mit Zugang von der Straße Clivo di Scauro, sind am Nachmittag von 15 bis 18 Uhr geöffnet mit Ruhetag am Dienstag und Mittwoch. Die römischen Häuser nehmen die gesamte Fläche unterhalb der Basilika ein. Der Eintritt kostet 8 Euro, reduziert 6 Euro für Kinder bis zu 12 Jahren. Die Führung kostet 110 Euro pro Gruppe.

Links neben dem Kirchturm befindet sich ein Tor. Wenn es offen ist, kann man dort auf Versorgunsräume des Kolosseums hinunterschauen.

 

Der Celio · Villa Celimontana

Die Villa Celimontana stammt aus dem 16. Jahrhundert. Ihr Eingang befindet sich gleich oberhalb der Basilika der heiligen Johann und Paul. Ein weiterer Eingang befindet sich am höchsten Punkt des Hügelsvan der Via della Navicella. Dort hält die Buslinie 81.

Leider ist die Villa nicht sehr gut gepflegt. Trotzdem ist sie bei den Römern sehr beliebt. In der Villa befindet sich ein Obelisk sowie zahlreiche Statuen und antike Monumente. Das Gebäude ist Sitz der italienischen geographischen Gesellschaft.

Der Celio · Santo Stefano Rotondo

Die Basilika Santo Stefano Rotondo stammt aus dem 5. Jahrhundert und hat einen runden Grundriss. Er ähnelt dem Grundriss der Anastasis der Grabeskirche in Jerusalem.

Die Basilika gehört zum Jesuitenkolleg Pontificum Collegium Germanicum Hungaricum. Sie ist ungarische Nationalkirche.

Die Basilika ist vormittags 10-13 Uhr geöffnet und nachmittags 14:30-17:30, bei gesetzlicher Sommerzeit 15:30-18:30.

Der Celio · Basilica di San Clemente

Wenn man vom Caelius über die Via di Celimontana, vorbei am Militärkrankenhaus, heruntergeht, kommt man zur Basilika di San Clemente.

Die Basilika des heiligen Clemens hat ihre Ursprünge im 4. Jahrhundert. Ihr heutiges Aussehen hat sie im 12. Jahrhundert erhalten.

Unter der Basilika befinden sich antike Ausgrabungen, die besichtigt werden können. Unter anderem findet sich hier ein Mithrasheiligtum aus dem 1. Jahrhundert. Außerdem kann man die ausgegrabenen Räume eines Römerhauses sowie eine kleine Katakombe besichtigen.

Die Basilika ist unter der Woche geöffnet von 9-12:30 und 15-18 Uhr, am Sonntag 12-18 Uhr.

 

Ein Nachmittag in Rom · Der Oppio Hügel

Gegenüber der Basilika des heiligen Clemens erhebt sich auf der anderen Seite der Via Labicana der Oppius Hügel. Der Hügel zieht sich bis zur Basilika Santa Maria Maggiore und dem Hauptbahnhof Termini.

Im Park des Oppio befindet sich ein Platz mit einem Brunnen, der dem Reformator Martin Luther gewidmet ist. Im Untergrund des Parks befindet sich ein Gebäude von Neros Domus Aurea.

Die Zone zwischen Park und Via Cavour gehört zum Stadtteil Monti und zeichnet sich durch malerische verwinkelte Gassen aus.

Der Oppio Hügel · Basilica di San Pietro in Vincoli

Wenn man am Ostrand des Parks dem Largo della Polveriera folgt, kommt man an der Universität La Sapienza vorbei und gelangt dann zur Basilika des heiligen Petrus in Ketten – Basilica di San Pietro in Vincoli.

Die Basilika wurde im 5. Jahrhundert errichtet und erlebte zahlreiche Restaurierungen und Umbauten im Lauf der Jahrhunderte. In ihr sind die Reliquien der Ketten des Petrus ausgestellt.

 

Moses · Oppio · Oppius · San Pietro in Vincoli
Moses von Michelangelo

Im hinteren rechten Teil der Basilika befindet sich der Moses des Michelangelo. Dieses bedeutende Werk der Renaissance sollte als Grabstätte für Papst Julius II dienen und wurde im Jahr 1645 fertiggestellt. Michelangelo setzte dem Moses Hörner auf aufgrund einer falschen Interpretation hebräischer Texte, bei der aus Sonnenstrahlen Hörner wurden. Moses kam wohl gerade vom Berg Sinai mit den zehn Geboten runter und fand sein Volk um das goldene Kalb herumtanzend vor.

Die Basilika ist geöffnet 8-12:20 und 15-18 Uhr, in der Sommerzeit bis 19 Uhr.

Ein Nachmittag in Rom · Caelius und Oppius Hügel
Salita dei Borgia

Am Platz der Basilika findet man eine Treppe, die unter einem Haus durchführt. Sie heißt die Treppe der Borgia. In dem Gebäude mit dem Balkon über dem Bogen soll eine Geliebte des katalanischen Papstes Alexander VI Borgia gelebt haben, die berühmte Vanozza Cattanei aus Mantua, Mutter der berühmt-berüchtigten Kinder des Alexander, Cesare, Lucrezia und Giovanni. Auf der Treppe gelangt man zur Via Cavour und weiter ins Herz des Viertels Monti und zur Metrostation Cavour.

Monti ist ein sehr malerisches Viertel und eignet sich gut für einen gemütlichen Abend mit einem gepflegten Essen.