Walking in Rome Rom Stadtwanderung Ponte Sisto

Wandern in Rom · zwischen Antike, Renaissance und Natur

Stadtwanderungen

Wandern in Rom – zwischen Antike, Renaissance und Natur – klingt ungewöhnlich, ist aber eine ausgezeichnete Möglichkeit, die Stadt von ihren schönsten Seiten kennenzulernen. Wir beschreiben Euch Routen abseits des Autoverkehrs, auf denen Ihr ein anderes, ruhigeres, Rom kennenlernen werdet.

 


Für kleinere Spaziergänge und Wanderungen bieten sich Roms Parks und Villen an.

Gute Ausgangspunkte zum Wandern in Rom sind die Metrostationen der Linie B, Kolosseum, Zirkus Maximus, Pyramide, San Paolo.

Die Bahnlinie von der Pyramide nach Ostia bringt Euch nach Ostia Antica und ans Meer.

Wandern in Rom am Tiber

Tiber Radweg
Radweg am Tiberufer

Das Tiberufer ist ideal für Spaziergänger, Wanderer, Jogger und Fahrradfahrer, um die Stadt ohne Verkehrslärm und Abgase zu durchqueren. Beginnend von der Marconibrücke bei der Basilika St. Paul (Metro B Station San Paolo) im Süden ist das orographisch rechte Ufer durchgängig begehbar und befahrbar bis in den Norden Roms. Bei vielen Brücken findet Ihr die Möglichkeit, über Rampen oder Treppen vom Flussufer aufzusteigen. Im Norden Roms könnt Ihr zum Beispiel ab dem Bahnhof Tor di Quinto ins Stadtzentrum zurückfahren.

Pyramide und Testaccio

Ausländerfriedhof Pyramide
Blick vom Ausländerfriedhof auf die Pyramide
Ausländerfriedhof Grab Goethe Filius
Grab von Goethes Sohn, dahinter die Stadtmauer

Hinter der Pyramide (Metrolinie B) befindet sich der Friedhof der Nichtkatholiken (cimitero acattolico). Hier ruhen viele Persönlichkeiten aus aller Welt, auch August von Goethe.

 


Dahinter liegt das Quartier Testaccio mit einem Hügel aus Tonscherben, der in der Antike aus weggeworfenen Tongefäßen entstanden ist. Um den Hügel schmiegen sich Diskotheken und gegenüber liegt die Markthalle des Quartiers mit einer famosen Paninothek, Street Food und malerischen Marktständen.

Testaccio Markt Stand
Marktstand am Testaccio

Wandern in Rom – Der Aventin

Cavalieri Malta Schlüsselloch
Schlüsselloch am Eingang des Malteserordens

Eine sehr ruhige Gegend ist der Aventin. Ihr könnt zum Beispiel von der Pyramide kommend über die Via di Porta Lavernale nach Sant Anselmo aufsteigen. Am Platz des Malteserordens könnt Ihr durch das Schlüsselloch auf die Peterskuppel blicken und nach Besichtigung der Kirchen und der Aussichtspunkte könnt Ihr zum Zirkus Maximus heruntergehen.

Wandern in Rom – Zirkus Maximus

Wandern in Rom Tiberinsel
Die Tiberinsel

Vom Zirkus Maximus aus habt Ihr die Wahl. Entweder Ihr geht links zur Kirche Santa Maria in Cosmedin mit der Bocca della Verità und weiter zum Ghetto und der Tiberinsel.

 


Rechts vom Palatin könnt Ihr zum Celio hochsteigen oder Ihr geht auf der Via di San Gregorio zum Kolosseum. Auf der Via di San Gregorio befindet sich auch ein Zugang zum Palatin. Vom Zirkus Maximus in südöstlicher Richtung kommt Ihr zu den Thermen des Caracalla und weiter durch die Porta San Sebastiano zur Via Appia Antica.

 

Wandern in Rom – Der Celio

Basilica Giovanni e Paolo Salita
Stützmauern der Basilika Johannes und Paulus

Wandern in Rom am Celio. Er erhebt sich gegenüber vom Palatin und vom Kolosseum bis zur Basilika San Giovanni. Sehr schön ist der Anstieg gegenüber vom Zirkus Maximus, rechts von den Gleisen der Straßenbahn, über die Salita di San Gregorio. Ihr kommt an der Kirche des heiligen Gregor vorbei und findet anschließend in der Steigung links die Basilika der heiligen Märtyrer Johannes und Paulus, in den Grundmauern aus dem 4. Jahrhundert.

Basilica Giovanni e Paolo interno
Innenraum der Basilika der Märtyrer Johannes und Paulus

Unter der Basilika kann der Ort besichtigt werden, an dem die beiden gewohnt haben sollen. Zwischen der Basilika und dem Turm befindet sich ein Tor, das vom Küster der Basilika geöffnet wird. Dahinter könnt Ihr in Gewölbe von Räumen hinunterschauen, die der Versorgung des Kolosseums dienten. Die Basilika ist die Hauptkirche des katholischen Passionistenordens. 

 

Celio Uscita via S Paolo della Croce
Durchgang zur Via della Navicella
Celio Villa Celimontana
Villa Celimontana

Oberhalb des Platzes der Basilika befindet sich rechts der Eingang zur leider sehr vernachlässigten Villa Celimontana. Der Anstieg endet an der Via della Navicella, von der aus ihr links zum Kolosseum kommt oder am Militärkrankenhaus vorbei und durch die Via Celimontana zur Via di San Giovanni in Laterano, auf der Ihr rechts zur Basilika des heiligen Clemens und nach San Giovanni weitergehen könnt.

Ghetto, Campo de‘ Fiori, Trastevere und Gianicolo

Synagoge Rom
Die Synagoge

Vom Ghetto kommt Ihr über die verkehrsberuhigte Via dei Giubbonari zum Campo de‘ Fiori. Links vom Campo de‘ Fiori befindet sich Palazzo Farnese mit der französischen Botschaft, geradeaus geht es zum Vatikan und rechts zur Piazza Navona.

 

Von Via dei Giubbonari zweigt die Via dell’Arco del Monte ab. Weiter über die Sixtus-Brücke Ponte Sisto kommt Ihr nach Trastevere und von dort über die Via Garibaldi zum Gianicolo, einem weiteren Aussichtspunkt, und weiter zur Villa Pamphili. Auf der anderen Seite des Gianicolo könnt Ihr zum Vatikan hinuntergehen.

Ponte Sisto Acqua Paola
Blick auf Ponte Sisto und Trastevere mit den Paola Brunnen

Vor der Sixtus-Brücke rechts (oder von Trastevere kommend nach der Sixtus-Brücke links) beginnt die sehr malerische Via Giulia. Sie führt an der Rückseite des Palazzo Farnese vobei und endet am Corso Vittorio Emanuele II. Auf der Vorderseite des Palazzo Farnese könnt Ihr die Via di Montserrato nehmen. Die Straße wird zur Via dei Banchi Vecchi und nach der Überquerung des Corso Vittorio Emanuele führt Euch die Via del Banco di Santo Spirito zur Engelsbrücke.

 

Vom Vatikan ins Zentrum

Die verkehrsberuhigte Strecke vom Vatikan in die Stadt geht über die Engelsbrücke und durch die Via dei Coronari zur Piazza Navona. Eine andere viel befahrene Strecke führt von der Piazza del Risorgimento über die Einkaufsstraße Cola di Rienzo zur Piazza del Popolo.

 

Vom Colle Oppio zum Vatikan

In unserer Fotogalerie findet Ihr Bilder zum Wandern in Rom durch die Stadt zur Weihnachtszeit vom Colle Oppio – unter dem sich Neros Domus Aurea befindet – über Piazza Venezia und Piazza Navona zum Petersdom und zurück über Campo de‘ Fiori. Link

 

Der Monumentalfriedhof Verano

Panorama Cimitero monumentale Verano
Eine Abteilung des Monumentalfriedhofs Verano

Ein etwas außergewöhnlicher Vorschlag zum Wandern in Rom ist der Monumentalfriedhof Verano. Diese in die Landschaft hineingebaute Totenstadt befindet sich hinter der Basilika des heiligen Lorenz. Ihr könnt sie mit den Tramlinien 3 und 19 erreichen.

Der Verano mit seinen Bauten und Inschriften bietet sich für zeit- und kulturgeschichtliche Studien an und Ihr könnt stundenlange Spaziergänge unternehmen, ohne dass Euch langweilig wird. Von diesen Bildern hat sich der Kupferstecher Giovanni Battista Piranesi möglicherweise inspirieren lassen bei seiner phantasievollen Darstellung einer antiken Totenstadt an der Via Appia.

Wandern in Rom – Via Appia Antica

Wandern in Rom Appia Antica Cecilia Metella
Via Appia Antica mit dem Grab der Cecilia Metella

Wandern im Rom im Park der Appia Antica.

Die Via Appia ist eine der wichtigsten Militärstraßen der Antike. Sie führt von Rom nach Brindisi und von dort schiffte man sich nach Griechenland ein. Noch heute sind weite Teile der Straße erhalten. In Rom führt die Via Appia Antica von der Porta di San Sebastiano nach Ciampino. Sie ist ab dem Mausoleum der Cecilia Metella verkehrsberuhigt.

Auf der Appia Antica könnt Ihr auf ebener Strecke rund 15 Kilometer bis Santa Maria delle Mole gehen und von dort mit dem Zug nach Rom zurückfahren.

 


In Rom erreicht Ihr die Appia Antica am Besten mit dem Bus 118 von Piazza Venezia, mit dem Bus 218 von San Giovanni oder zu Fuß vom Zirkus Maximus vorbei an den Thermen des Caracalla und die Via di Porta San Sebastiano. Weitere Details zum Park der Via Appia Antica=>

Roma EUR

Das Viertel EUR im Süden Roms wurde ab dem Jahr 1938 anlässlich der für das Jahr 1942 geplanten Weltausstellung errichtet, die dann jedoch wegen der Kriegswirren nicht stattfand. Der Name EUR ist die Abkürzung für Esposizione Univerale di Roma, Römische Universelle Ausstellung.

Wandern in Rom EUR
Blick auf die Kirche der heiligen Peter und Paul im EUR

Im Zentrum liegt ein künstlicher See sowie Parkanlagen, die sich bis zur Mehrzweckhalle Palalottomatica hinziehen.

Im EUR lässt sich einiges an faschistischer Architektur besichtigen.

 

Monte Mario · Wandern in Roms Norden

Letzte Änderung Jun 3, 2017 @ 09:00